Mehr Wohnraum für Frauen nach dem Frauenhaus
SPD-Kreistagsfraktion begrüßt Landesinitiative // Gespräch mit dem Verein Frauen helfen Frauen
Nach einem Aufenthalt im Frauenhaus ist es für viele Frauen äußerst schwierig, eine bezahlbare eigene Wohnung zu finden. Gerade Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind, stehen vor besonderen Herausforderungen: Ein angespannter Wohnungsmarkt, finanzielle Unsicherheiten und fehlende Perspektiven erschweren den Schritt in ein eigenständiges Leben. Gleichzeitig blockiert der Mangel an Wohnraum dringend benötigte Plätze in den Frauenhäusern.
Vor diesem Hintergrund begrüßt die SPD-Kreistagsfraktion die Initiative des Landes Hessen „Wohnen nach dem Frauenhaus“, die von Sozialministerin Heike Hofmann und Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori vorgestellt wurde, ausdrücklich. Sie setzt gezielt an einem zentralen Problem an und schafft konkrete Lösungen.
Kern der Initiative ist ein Förderprogramm, bei dem Vermieter unterstützt werden, wenn sie Wohnungen für betroffene Frauen bereitstellen. Im Gegenzug verpflichten sie sich, diese Wohnungen über zehn Jahre zu vergünstigten Konditionen anzubieten. So wird der Übergang in ein eigenständiges Leben erleichtert und gleichzeitig werden Plätze in Frauenhäusern frei.
Bereits im Februar informierte sich die SPD-Kreistagsfraktion vor Ort beim Frauenhaus in Rodgau beim Verein „Frauen helfen Frauen“ über die Situation. Die Gespräche haben deutlich gemacht, wie groß der Handlungsbedarf ist.
Der sozialpolitische Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion, Walter Fontaine, erklärt dazu: „Die Initiative setzt genau an der richtigen Stelle an. Frauen brauchen nach dem Aufenthalt im Frauenhaus eine echte Perspektive – dazu gehört vor allem bezahlbarer Wohnraum. Nur so gelingt ein selbstbestimmter Neustart. Gleichzeitig entlasten wir die Frauenhäuser, die vielerorts an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.“ Verlinkung : Hessen: Initiative soll Betroffenen den Auszug aus Frauenhäusern erleichtern | tagesschau.de
